IMPULSE UND INNOVATIONEN FÜR DIE KANTENVERARBEITUNG
REHAU KANTENSYMPOSIUM 2010 – IM ZEICHEN DER LASER-TECHNOLOGIE
Dank Laserverschweißung wird die Qualität der fertigen Platten deutlich erhöht. 
Innovationen in der Maschinentechnik zur Laserverschweißung, Weiterentwicklungen der neuartigen, klebstofffreien und rein polymeren Kantenwerkstoff-Generation RAUKANTEX laser edge von REHAU – das Thema „Laser“ stand klar im Fokus des diesjährigen REHAU Kantensymposiums bei IMA in Lübbecke. Bereits zum 19. Mal fand die erfolgreiche Tagung in diesem Jahr statt und lockte eine herausragende Teilnehmerzahl von nahezu 200 Vertretern aus Küchen-, Büro-, Wohnmöbel- sowie Möbelzulieferindustrie nach Ost-Westfalen.
Der praktische Teil des REHAU Kantensymposiums fand direkt bei Maschinenhersteller IMA statt – an fünf Stationen wurden die Teilnehmer über Neuheiten in der Maschinentechnologie informiert, konnten die Verarbeitung der innovativen Kantenwerkstoffe aus dem Hause REHAU live verfolgen und erhielten praktische Tipps, zum Beispiel zur prozesssicheren Verarbeitung von PMMA-Kanten.
Laser Edging in drei Varianten
IMA demonstrierte das Laser Edging anlässlich des REHAU Kantensymposiums in drei Varianten: Eine der Novimat-Kantenmaschinen war mit einem universellen CO2-Gaslaser nachgerüstet worden, eine weitere Maschine mit einem flexiblen Dioden-Laser. Ein besonderes Highlight bildete die „Premiere“ der BIMA 500 L, einem neuen Bearbeitungszentrum ausgerüstet mit einem effizienten CO2-Laser – somit hält das Verfahren der Laserverschweißung von Kante und Platte auch in der Stationärtechnik Einzug und eröffnet so neue Perspektiven, zum Beispiel bei der Bekantung von Küchenarbeitsplatten oder für die Büromöbelindustrie.
Seine Kompetenzen in Sachen Werkstoffe, Technologie und Verfahrenstechnik nutzend, bietet REHAU für alle am Markt verfügbaren Lasertechnologien die passende, klebstofffreie und rein polymere Kantenlösung an.
Fugenlose Kantenverarbeitung in Hochglanz und Edelmatt –
Bekantung mittels CO2- und Dioden-Laser
Die fugenlose Optik wie aus einem Guss stand an den ersten beiden Stationen der Live-Vorführungen im Vordergrund – anhand von Hochglanzkanten und deren Verarbeitung mittels CO2-Laser wurde das Nachstellen von lackierten bzw. Folienfronten eindrucksvoll demonstriert.
Durch das Anbringen einer 45°-Fase in Kombination mit der innovativen Technologie der Laserverschweißung werden neuartige, besonders filigrane Optiken, vor allem an Fronten erzielt.
Hohe Kratzbeständigkeit und Schmutzunempfindlichkeit sind die Eigenschaften, mit denen die neuartigen Edelmatt-Oberflächen mit speziellem Oberflächenfinish von REHAU punkten; diese wurden an der zweiten Station des praktischen Teils mittels Dioden-Laser verarbeitet.
Finishverarbeitung in der industriellen Möbelfertigung –
neue Ziehklingen-Entwicklungen für optimale Verarbeitung
An einer weiteren Station wurde die Finishverarbeitung in der industriellen Möbelfertigung thematisiert.
Metallic-Oberflächen sind ein Klassiker im Möbeldesign – Edelstahl, Aluminium oder Chrom sind besonders in der Küchengestaltung nicht wegzudenken. Mit seinen Kantenwerkstoffen aus der Produktlinie RAUKANTEX magic bietet REHAU eine echte Alternative gegenüber massiven Metallkanten-Applikationen. Anlässlich des REHAU Kantensymposiums wurde die – durch die Entwicklung einer neuartigen Ziehklinge – optimierte Verarbeitung der Kanten mit Echt-Metall-Einlage demonstriert.
Dazu präsentierte REHAU eine weitere Neuentwicklung in Sachen Ziehklinge, die Weißbruch auf der Kantenoberfläche verhindert und somit für eine erhöhte Finishqualität sorgt.
Prozesssichere Verarbeitung von PMMA-Kanten
Auch Glasoberflächen sind nach wie vor ein Top-Thema in Möbeldesign und Raumgestaltung – dem trägt REHAU mit seiner Produktlinie RAUKANTEX visions Rechnung. Die Kantenwerkstoffe aus PMMA in hochwertiger Echtglas- oder Milchglasoptik bestechen durch ihre exklusive, facettenreiche Optik.
Um diese hochwertige Optik auch im Alltag zu erhalten, müssen in der stationären Verarbeitung einige Besonderheiten beachtet werden. Werden PMMA-Kanten mit falschen Parametern verarbeitet, kommt es zu „eingefrorenen Spannungen“, die erst bei der Reinigung der Oberflächen im späteren Gebrauch, beispielsweise mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln zum Vorschein kommen – oftmals erst dann, wenn die Platte bereits verbaut ist, was zu hohen Kosten führen kann.
Dies kann allerdings problemlos durch die Einstellung der richtigen Maschinenparameter, zum Beispiel die optimale Verarbeitungstemperatur, vermieden werden. Auch hierzu wurden die Besucher des Kantensymposiums umfassend und anschaulich durch Spezialisten von REHAU informiert – aus der Praxis für die Praxis.
Informative Vorträge in zweitem Teil der Veranstaltung
Zum theoretischen Teil hatten REHAU und IMA aufgrund der großen Teilnehmerzahl in die Stadthalle in Lübbecke geladen. Neben Vorträgen der organisierenden Unternehmen zum Thema Laserverschweißung von Kantenwerkstoffen (Uwe Seiffert, IMA und Matthias Hacker, REHAU) beleuchtete Laserexperte Dr. Hustedt vom Laser-Zentrum Hannover unter dem Titel „Der Laser als Werkzeug zum Fügen vom Holz und Kunststoff“ die innovative Technologie aus Institutssicht. Insbesondere die Erläuterung von Dr. Hustedt zur direkten Verschweißung der klebstofffreien RAUKANTEX laser edge von REHAU mit dem Holzwerkstoff weckte dabei das Interesse der Zuhörer. Abgerundet wurde die Vortragsreihe von Jens-Uwe Affeldt, REHAU, der einen Überblick über die zahlreichen Neuheiten in Sachen Kantenwerkstoffe von REHAU gab sowie Andreas Kisselbach, Leitz, der Neuentwicklungen in der Werkzeugtechnik zur Kantenbearbeitung vorstellte.
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